Der Herbst

Der Herbst kann Dank Holzfeuer noch mehr wahrhaften Genuss entfalten, als wir uns manchmal vorstellen möchten. Denn obwohl der Sommer spürbar abgezogen ist, erwärmen sich unsere kulinarischen Sinne bei Zwiebelkuchen und Federweißer. Und unsere Seele spürt sogar eine gewisse Vorfreude auf die kalte Jahreszeit, denn sie ist sich sicher, es werden wieder reichlich andere Genüsse unseren Gaumen erfreuen.

Ich durfte diesen Genuss teilen mit lieben Menschen, die ebenso wie ich große Freude am Holzfeuer im Backofen haben. Wir haben gemeinsam badischen Zwiebelkuchen gebacken und nach unseren Genussvorlieben verfeinert – also nennen wir ihn doch einfach Zwiebelkuchen nach Bodensee Art.

Während der Teig schon in den Formen ruht und reift, schneiden wir fleißig Zwiebeln und Speck. Die Augen tränen heftig, aber die gute Stimmung lassen wir uns dadurch nicht nehmen und schnippeln, und braten und rühren fröhlich weiter. Der Rahmguss verleiht dem Kuchen die fein-würzige Note von schwarzem Pfeffer und Muskat. Und wenn Herman & Jakob mit lieben Menschen wahrhaft gut gemeinsam bäckt, dann gibt es Grundpfeiler an denen natürlich nicht gerüttelt wird:

  • viel Zeit für den Teig
  • Backferment, alias der HERMAN
  • feinste Gewürze, die das Backerlebnis untermalen

Die vollendete Rezeptur für den Zwiebelkuchen findest du hier.

Ich hoffe, das pdf Dokument macht es für dich einfach, die Zutaten und einzelnen Schritte der Methode nachzuvollziehen. Wenn du aber noch Fragen oder Rückmeldungen hast, freue ich mich natürlich über deinen Kommentar.

Uns allen hat der Zwiebelkuchen aus dem Holzbackofen in Begleitung von fruchtig frischem Federweißer aus dem Winzerkeller Auggener Schäf herlich gemundet.

Und noch ein paar Worte zum Federweißer, der hier im Badischen auch gerne mal als Suser bezeichnet, abgeleitet von Süßer, also lieblich süffiger Wein erster Gärung. Ein vollmundiger und erfrischender Begleiter, der fein-perlig den rustikalen Charakter des Zwiebelkuchens unterstreicht. Ohne hier einzelne Angebote vermarkten zu wollen, möchte ich doch erwähnen, dass der Federweiße vom Winzerkeller Auggener Schäf aus Auggen am Rhein, eine neue kulinarische Erfahrung für mich war. Zum ersten Mal habe ich einen roten Federweißer probiert, was in mir natürlich sofort die Frage weckte, ob dieser nun Federroter hieße? Aber diese Frage habe ich lieber für mich behalten, bis zum heutigen Blog-Beitrag. Wie auch immer der Name, auf den Genuss kommt es an. Und der war sensationell! So fruchtig frisch, süßlich herb, eigentlich so gar nicht süffig für meinen Geschmack. Die Perlage war prägnant aber beschwingt und war wie ein Freudensprung bei dem Genuss von herzhaftem Zwiebelkuchen. Also einfach mal rein schauen bei

… und natürlich nicht vergessen, den Zwiebelkuchen nach Bodensee Art dazu zu backen! Viel Spaß!

Veröffentlicht von Herman & Jakob

Brot Sommelier Bäcker Meister Bread Essayist

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